Histor. Weinfest Heimersheim
„Avalon nebelt auch in Heimersheim“ Historisches Weinfest am Fuße der Landskrone
13.-15. Aug. 2010
Die Zeit der Ritter und Burgen, Minnedichter und Kreuzzüge umfasst finstere Jahrhunderte des Mittelalters und gilt als dunkel und rückständig – und wird heute wieder mythisch verklärt. Fremd und magisch ragen Legenden in die Gegenwart und auch am Fuße der Landskrone in Heimersheim finden sich Spuren einer geheimnisvollen Epoche.
13. Auflage des Publikumsmagneten
Diese aufzuspüren und erlebbar zu machen, hat sich der Arbeitskreis Heimersheim im Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. unter Leitung der Arbeitskreisvorsitzenden Angelika Lüdenbach zur Aufgabe gemacht. Bereits zum 13. Mal findet das Historische Weinfest in Heimersheim im Zentrum des Weinortes statt. Schon im Mittelalter war bekannt, dass man den Grundbedürfnissen des Volkes weitgehend nachgeben musste, wollte man den Frieden wahren. Dieser hat in Heimersheim zwar Bestand, aber „feyern auf ihre eygen Art“ tun die Heimersheimerinnen und Heimersheimer nach wie vor gerne.
Gaukler gerngesehene Gäste - und Atraktion zugleich
Auch den Spielleuten haftet heutzutage nicht mehr der Makel der Rechtlosigkeit und Unehrlichkeit an. Und somit sind Pfeiffer, Trommler, Lautenschläger, Ritter mit goldenen Sporen, Panzerhemden und Harnisch, Edelfrauen wie Hexen, Mönche, Bärenführer und Artisten gern gesehene Gäste. Bogenbauer, Töpfer und Käsemacher werden ihre Handfertigkeiten präsentieren. Ein Mäuseroulette sorgt für Kurzweyl. Marketender versorgen die Besucher mit Leibspeisen und den köstlichen Rebsäften von der Ahr. Majestätische Namen wie Staufer, Welfen, Wittelsbacher, Karl der Große, Ottokar und Meleranz klingen auch heute noch heldenhaft und nach kühnen Taten. Und auch in Heimersheim werden die königlichen Dynastien sowie feine höfische Sitten fortgeführt.
Wer wird die neue Weinkönigin?
Welche junge Majestät ein Jahr lang die Regentschaft über die Heimersheimer Untertanen übernehmen wird, erfuhren die Besucher am Freitag, 13. August, gegen 22.00 Uhr.
In einer begleiteten Sänfte wurde die neue Heimersheimer Weinmajestät zur Bühne auf dem Marktplatz getragen und offiziell zur Weinkönigin proklamiert. Von ihrer Vorgängerin Stephanie I. nahm sie dann die königlichen Insignien entgegen.
Am Samstag, 14. August, wird sie an ihrem ersten Festumzug teilnehmen, der ab 15.30 Uhr durch die Straßen Heimersheims führt. Begleitet von wehrhaften Männern, Händlern, Künstlern und einer kleinen Sensation, einem quietschen Ochsenkarren! Auch die im Mittelalter klösterliche Lebensordnung wird am Fuße der Landskrone eingehalten.
Um 10.30 Uhr wird am Sonntag, 15. August, in der Mauritiuskirche ein lateinischer Festgottesdienst gefeiert. Mit einem Sternmarsch der Musikanten und Gaukler zum Marktplatz ab 11.30 Uhr wird der mittelalterliche Markt eröffnet, tummeln sich Handwerker, fahrendes Volk und Ritter in den Straßen. An allen Tagen finden sich Musik, Gesang und Saitenspiel, Narreteien und Gaukeleien gleichermaßen in den einzelnen Höfen. So sehr die Sehnsucht nach der Zeit der Kaiser und Narren auch die Gegenwart erfasst haben mag, zu später Stunde wird zur Unterhaltung der heutigen Gäste Musik der Neuzeit durch den Ort erklingen.
Und zum krönenden Abschluss kann am Sonntagabend gegen 22.00 Uhr ein glitzerndes Mitternachtsspectaculum am Himmel über Heimersheim bestaunt werden. Das dreitägige Fest verspricht wieder allerlei Kurzweyl für jede Altersklasse. Der Barde Andra von der Waldburg führt durch das historische Geschehen, die Nice-Partyband sorgt für die modernere musikalische Unterhaltung.
Der Eintritt bleibt moderat gleich wie in der Vergangenheit: 4,00 Euro kostet ein Amulett für alle drei Tage, der Becher 2,00 Euro. Der Wegzoll nur am Sonntag beträgt 3,00 Euro. Kinder, die das Maß von 2 Ellen nicht überschreiten, erhalten kostenlosen Eintritt.
Alle Besucher sind eingeladen, dem Wahlspruch des Adels zu folgen:
„Hofieren, tanzen, stechen und dümieren“
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