Landskrone, Heppingen

Allgemeines:

Die Landskrone bildet eine weithin sichtbare Felskuppe im unteren Ahrtal bei Heppingen, etwa 1 km östlich der Kreisstadt Bad Neuenahr und ist heute Naturschutzgebiet. Auf dem Plateau befinden sich eine alte germanische Kultstätte und die Ruinen der Staufenburg (1205). Die Kuppe ist nahezu ringsum bewaldet. Im Anschluß an den WaIdgürtel liegen außerhalb des NSG im Süden, Südosten und Südwesten intensiv genutzte Weingärten.

Historie 

1205 ließ der Staufer Philipp von Schwaben, ein Sohn des legendären Kaisers Barbarossa, eine Burg auf dem „Mons Gimiche“ errichten. Nach seinem berühmten Ausspruch, „Das ist ja des Landes Krone“, nannte man die Burg “Landskrone“.

Ihre strategische Lage am Eingang des Ahrtals, unweit der Kaiserstraße Aachen – Frankfurt, machte sie im Mittelalter immer wieder zum Streitobjekt. Nach mehreren Belagerungen während des 30-jährigen Krieges und einem heftigen Brand im Jahre 1677 wurde die Festung 1682 von Herzog Wilhelm von Pfalz-Neuburg fast vollständig gesprengt.

Verein bewahrte die Burg vor Abriss 

Im Westen grenzen Ackerflächen und im Norden Wiesen an das Gebiet an. Im Bereich der Burgruine trifft man auf eine interessante Burgenflora. Ein 1889 gegründeter Verein zur Rettung der Landskrone erreichte die Einstellung eines Steinbruchbetriebes der Provinzialverwaltung und verhinderte den Abbau des Berges.

Provinzialverwaltung überließ Gelände

Die Provinzialverwaltung überließ das Gelände unentgeltlich dem Verein. Der Kreis Ahrweiler kaufte wenige Jahre später sowohl den Privat als auch den Vereinsbesitz auf. Vom Gipfel der Landskrone, der die höchsten Erhebungen des Unterahrgebietes um 80 m überragt, hat der Besucher einen eindrucksvollen Ausblick auf das Ahrtal und die Laacher Berge.

Geologie:

Aufgebaut ist die mächtige, 272 m ü. NN hohe Felskuppe aus Basaltlava - sie wird umgeben von Tuff.

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